Sind virtuelle Maschinen rechtssicher?
Emanuel Böminghaus
Geschäftsführer AvenDATA
Wer glaubt, mit einer VM das Altsystemproblem gelöst zu haben, sitzt auf einer tickenden Zeitbombe.
- Keine Compliance: Eine VM erfüllt nicht die Anforderungen nach GoBD oder DSGVO, weder hinsichtlich Datenintegrität noch Zugriffskontrolle.
- Technische Abhängigkeit: Künftige Hypervisor-Updates, Betriebssystemwechsel oder Hardwareinkompatibilität machen das System irgendwann unbrauchbar.
- Fehlende Benutzerfreundlichkeit: Einfache, schnelle Datenabfragen durch Fachabteilungen? Fehlanzeige. Alles bleibt technisch, komplex, fehleranfällig.
- Risiko Blackbox: In der VM läuft das ganze System weiter, mit allen Sicherheitslücken, ohne Wartung, ohne Zugriffsbeschränkungen.
- Kostenfalle: Auch virtuelle Server kosten. Sei es durch Lizenzen, Speicherplatz oder Wartungsaufwand.
- Hohe Abhängigkeit von Alt-Software und Lizenzen: Viele Altanwendungen benötigen proprietäre Datenbanken oder Lizenzserver. Diese müssen in der VM weiterbetrieben werden, was Lizenzverstößen Tür und Tor öffnet.
- Keine dokumentierte Nachvollziehbarkeit: In einer VM fehlt es an revisionssicheren Logs, Protokollen und Nachweisen. Ein echtes Problem bei Betriebsprüfungen oder im Streitfall.
Fazit
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